AK warnt vor den Kredithaien!
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Kreditvermittlung behauptet „Falschangaben“ im Antrag, um Provision ohne Leistung zu kassieren
In einem Zeitungsinserat wurde eine rasche und unbürokratische Kreditvermittlung angepriesen – ein Versprechen, das Herr N. gerne für bare Münze nahm, befand er sich doch gerade in einem finanziellen Engpass.
Der Kontakt mit dem Kreditvermittler war schnell hergestellt, für die Übersendung der Antragsunterlagen musste Herr H. aber bereits mehr als 300 Euro berappen. Nach einigen Wochen trudelte plötzlich ein Schreiben des Kreditvermittlers ein: „Wie uns ein Informant mitteilte, gibt es Negativeintragungen beim Kreditschutzverband 1870 über die Sie uns nichts mitgeteilt haben.“
Der Hintergrund: In den Geschäftsbedingungen hatte der Kreditvermittler seine Kunden verpflichtet, dass die Provision – in diesem Fall mehrere tausend Euro – auch zu bezahlen ist, wenn der Kunde durch falsche Angaben die Kreditvermittlung vereitelt.
„Es passiert sehr häufig, dass Kreditvermittler wesentlich weniger Aufwand ins tatsächliche Vermitteln von Krediten als ins Herausfinden von fehlerhaften Angaben Ihrer Kunden investieren“, schildert Christian Koisser von der Konsumentenberatung der Arbeiterkammer Burgenland.
Beim geringsten Fehler flattert bereits eine Rechnung über fünf Prozent der angefragten Kreditsumme ins Haus, den Kredit gibt es selbstverständlich nicht. Manchmal wird ein solcher Fehler sogar nur behauptet: Im Fall des Herrn N. hatte der Kreditvermittler versucht zu blöffen, um die hohe Provision kassieren zu können. Es gab in Wahrheit gar keinen KSV-Eintrag über Herrn N.
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