Aus der schönen neuen Welt
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Zwanzig Jahre nach der Wende erlebt Europa einen dramatischen Szenenwechsel in Ungarn. Zum ersten Mal wird das Land mit einer Zweidrittelmehrheit von einer national-rechtskonservativen Partei regiert. Die Rechtsradikalen stiegen zur drittstärksten Kraft im Parlament auf. Die Sozialisten haben die Hälfte ihrer Wähler verloren.
Wie konnte der einst bewunderte Schrittmacher der Reformen in der kommunistischen Welt zum besorgniserregenden Krisenherd mit starken rechtsradikalen Kräften werden? Wird der Wahlsieger, Ministerpräsident Viktor Orbán durch einen nationalbetonten Kurs die zwischenstaatlichen Spannungen in Mitteleuropa verschärfen? Was ist der Hintergrund der starken fremdenfeindlichen, rassistischen und antisemitischen Töne in den Medien? Wird die neue Regierung die Wirtschaftskrise bewältigen und den weiteren Aufstieg der Rechtsextremisten verhindern können?
Im Spiegel der Begegnungen mit Schlüsselfiguren aus Politik undWirtschaft, Kultur und Medien beschreibt Paul Lendvai, einer der renommiertesten Ostexperten Europas, Ungarn im Umbruch und bringt dem Leser die verblüffende Geschichte der letzten 20 Jahre seines Heimatlandes ohne Tabus und Vorurteile näher.
"Aktueller kann eine Handreichung für Europas Regierungschefs und Beamtenriegen kaum sein. Paul Lendvai, der österreichische Publizist mit Budapester Wurzeln, leuchtet das verdüsterte Innenleben der jungen ungarischen Demokratie aus. ...Orban und die Situation in seinem Lande richtig einzuschätzen wird nicht nur für Barroso in Brüssel zu den Aufgaben der nächsten Monate gehören. Dabei kann Lendvais Buch die derzeit kein anderes zum Ratgeber für europäisches Geschick werden." --"Die Zeit" Nr. 44, 28.10.2010
Es ist höchste Zeit, den Kommissaren und Regierungschefs Europas dieses Buch in die Hand zu drücken. Zumindest werden sie dann später nicht sagen können, sie hätten es nicht gewusst. --Tages-Anzeiger, 8.11.2010
Wenn ein Ungar an seiner Heimat leidet, dann richtig. Paul Lendvai arbeitet sich an, wie er es nennt, "seinem" Ungarn ab. Herausgekommen ist eine brillante Analyse der Krisennation. --Falter 45/10
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