Flirten um 72 Euro
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Der 15jährige Christian erhielt kürzlich eine nette SMS. „Ich möchte dir gerne was sagen – aber per SMS ist es mir zu unpersönlich! Würde mich sehr über deinen Anruf freuen! Ruf mich unter XXX an. Bussi.“ Der Schüler rief die angegebene Salzburger Nummer an und landete bei einem Tonband. „Hej hallo! Lerne bezaubernde Frauen und Männer live am Telefon kennen und verabrede dich im Flirtparadies“, begrüßte ihn eine freundliche Frauenstimme.
Wenn er die Taste 1 drücke, könne er sofort mit jemandem sprechen“, hieß es. Christian legte auf. Wenige Tage später erhielt er trotzdem eine Rechnung. 72 Euro solle er zahlen, weil er einen Vertrag über eine „Chat-Pauschale“ abgeschlossen habe, wird behauptet. Die Mutter des Schülers wandte sich an die Konsumentenberatung der Arbeiterkammer Burgenland.
„Von Vertragsabschluss kann da keine Rede sein“, meint Konsumentenschützerin Eva Schreiber. In der AK Burgenland ist die Firma Tele-Inside bestens bekannt. Mit immer neuen Tricks wird versucht, Konsumenten zum einem Anruf zu bewegen. In der Folge wird stets behauptet, man habe einen kostenpflichtigen Vertrag abgeschlossen. Die Konsumentenschützer empfehlen Konsumenten, die über die Details des Vertragsabschlusses nicht informiert wurden, nicht zu zahlen.
„Man kann zwar auch am Telefon Verträge abschließen – das setzt jedoch voraus, dass der Konsument vorab genau über die konkrete Leistung, den Preis, die Laufzeit und die Geschäftsbedingungen informiert wurde“, so Eva Schreiber. Wer eine Zahlungsaufforderung der Firma Tele-Inside erhält, obwohl er keinen Vertrag abgeschlossen hat, sollte ein Schreiben an die Firma richten und einen allfälligen Vertrag wegen Irrtums anfechten.
Hier einen Musterbrief zum Download ->
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