Sozial gerechtes Steuersystem

In den letzten Jahren hat sich die Steuerlast immer mehr verschoben – und zwar zu Lasten der ArbeitnehmerInnen.

Lohnsteuern und Sozialabgaben steigen

Durch steigende Lohnsteuern, Sozialabgaben und Konsumsteuern müssen sie immer mehr zur staatlichen Finanzierung beitragen, während sich Vermögende und Unternehmen zunehmend vor ihrer Verantwortung drücken. Die OECD bestätigt, dass insbesondere die ArbeitnehmerInnen mit kleinen und mittleren Einkommen durch Lohnsteuern und Sozialbeiträge von 2000 bis 2006 besonder stark belastet wurden.

Zudem war das Leben noch nie so teuer wie jetzt. „Das merken die Menschen, wenn ihnen am Ende des Monats trotz Lohnerhöhung nichts in der Tasche bleibt, weil die kalte Progression und die Teuerungsspirale längst alles aufgefressen hat“, sagt Tumpel.

Kaufkraft stärken – Lohnsteuer senken!

„Der errechnete Kaufkraftverlust von 0,7 Prozent ist ein Alarm, der nicht überhört werden darf. Die Menschen erleiden reale Einkommensverluste und die Wirtschaft leidet mit“, sagt der Präsident der Bundesarbeitskammer. Wirksame und nachhaltige Abhilfe muss eine Steuerrefom mit dem Schwerpunkt einer Entlastung kleiner und mittlerer Einkommen bringen, die so rasch als möglich umzusetzen ist. Die Lohnsteuern müssen gesenkt werden, damit die Nettolöhne steigen. Tumpel fordert eine Steuerreform für 2009 „und zwar zum ehestmöglichen Zeitpunkt.“

Die wichtigsten Forderungen der BAK zur Steuerreform:
  • Einen gerechten Tarif – damit die Nettolöhne steigen: Neugestaltung des Lohn- und Einkommenssteuertarifs der alle entlastet, vor allem die Bezieher von kleinen und mittleren Einkommen.
  • Senkung des Eingangssteuersatzes.
  • Bis zu 450 Euro Steuerbonus für Geringverdienende.
  • Jährliche Anpassung an die Teuerung – damit die Steuerreform auch nachhaltig wirkt.
  • 600 Euro Kinderbetreuungsbonus und eine gerechte Finanzierung der Familienförderung.
  • Entlastung der PendlerInnen, umweltfreundlich gestaltet.
  • Einführung einer Vermögenszuwachssteuer. Österreich ist Schlusslicht bei den vermögensbezogenen Steuern. Lägen sie so hoch wie im Schnitt der EU-15, würden vier Milliarden Euro mehr für staatliche Leistungen zur Verfügung stehen.

    Die Bundesarbeitskammer verlangt, dass Vermögens-einkünfte mit mindestens 25 Prozent besteuert werden sollen. Ausgenommen eigenes Haus, Eigentumswohnung, betriebliche Pensionsvorsorge und ähnliches. Die Mehr-einnahmen sollen für das Gesundheits- und Pensions-system zur Verfügung stehen.
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