AK-Tipp: So schützen Sie sich vor anonymen Anrufern

Der Anruf kam zu Mittag. „Sie haben 330 Euro gewonnen“, meinte ein freundlicher Herr mit deutschem Akzent. Nein, einen Scheck könne man leider nicht ausstellen. Die Daten seien codiert und er benötige die Bankdaten, damit er die Überweisung freischalten könne. Der Südburgenländer Franz H. verzichtete auf den „Gewinn“. Er hat schon einmal Lehrgeld bezahlt.

Nachdem er am Telefon einem „Glücksboten“ die Bankdaten durchgegeben hatte, wurde ihm einfach Geld abgebucht. Einen Gewinn hat er nie erhalten. Wie Franz H. werden derzeit wieder unzählige Konsumenten im Burgenland mit angeblichen Gewinnanrufen belästigt. Oft erfolgen diese Anrufe anonym, eine Anzeige beim Fernmeldebüro ist deshalb nicht möglich. Konsumenten können sich dennoch wehren. „Wer einen Festnetzanschluss der Telekom hat, kann unter der Telefonnummer 0800 100 100 kostenlos vereinbaren, dass anonyme Anrufer automatisch auf ein Tonband umgeleitet werden“, meint Eva Schreiber von der Konsumentenberatung der AK Burgenland. Das lästige Läuten unterbleibt. Wer will, dass er Herrn Franz erreicht, darf die eigene Telefonnummer nicht mehr unterdrücken. Ist die Nummer eines lästigen Anrufers sichtbar, sollten die Anrufe beim Fernmeldebüro angezeigt werden, damit gegen die Firma vorgegangen werden kann.

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