Eingesperrt, ausgesperrt? Vorsicht – Schlüsseldienste sind teuer!

Erst vor wenigen Tagen passierte einer burgenländischen Konsumentin ein Malheur: Sie war in der Wohnung und hatte zugesperrt. Doch als sie einkaufen gehen wollte, sperrte das Schloss nicht mehr. Im Internet fand sie die Telefonnummer eines Schlüsseldienstes. Die Frau rief an und eine Stunde später kam der Chef der Firma persönlich. Er tauschte das Schloss und verrechnete schließlich insgesamt € 528.

Dass man sich einsperrt ist ungewöhnlich. Doch ausgesperrt hat sich fast jeder schon einmal. Und dann sind guter Rat und Hilfe teuer, wenn man nicht vorgesorgt hat. Hat man keinen Schlüssel bei einem guten Nachbarn deponiert, ist man auf einen Aufsperrdienst angewiesen. Und dessen Dienste können überraschend hohe Kosten verursachen. Vor allem dann, wenn eine lange Anfahrt notwendig ist, wenn das Schloss getauscht werden muss und – wenn etwa Nacht- oder Wochenend-Zuschläge verrechnet werden.

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Kann der Aufsperrdienst verlangen, was er will?

Unternehmen können ihre Preise bis auf wenige Ausnahmen - wie etwa die Rauchfangkehrer oder Inkassobüros – frei gestalten. Man geht davon aus, dass sich im wesentlichen ein „ortsüblicher Preis“ entwickelt, da sonst jene Unternehmen, die weit mehr verlangen als ihre Mitbewerber, wohl weniger Aufträge erhalten werden.

Doch bei manchen Branchen funktioniert dieses Modell nicht. Gibt es nur wenige Anbieter in einer Region, so können die „Platzhirsche“ vehement an der Preisschraube drehen, ohne einen wirtschaftlichen Nachteil zu haben. Denn wo es keine Alternative gibt, sind Konsumenten zähneknirschend darauf angewiesen, auch überhöhte Preise zu zahlen.

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Die einzige Chance.

Nur dann, wenn ein Unternehmer mehr als das Doppelte des Preises der Mitbewerber verlangt, könnte man auch nachträglich eine Reduktion des Preises einfordern. Doch wo es keine Konkurrenz gibt, ist es für Konsumenten schwer, die erforderlichen Preisvergleiche anzustellen. Und wenn die Rechnung einmal bezahlt ist, ist es praktisch unmöglich, Geld zurück zu bekommen. Dies nützen geviefte Unternehmer, wie jener aus dem südlichen Niederösterreich, den die Konsumentin aus Eisenstadt mangels Alternativen mit dem Aufsperren beauftragt hat. Der Mann hatte übrigens nicht nur Werkzeug im Gepäck, sondern auch gleich ein mobiles Gerät, mit dem die Dame per Bankomat-Karte bezahlen konnte. Damit sicherte er sich die prompte Bezahlung der horrenden Rechnung. Nachträgliches Verhandeln war zwecklos.

Wie kann man sich vor hohen Kosten schützen?

  • Geben Sie einem Nachbarn, dem Sie vertrauen, einen Reserveschlüssel.

  • Vergewissern Sie sich vor jedem Verlassen der Wohnung, dass der Schlüssel nicht innen steckt.

  • Falls Sie sich trotzdem ein- oder aussperren und Sie professionelle Hilfe benötigen: Fragen Sie immer bereits am Telefon nach dem Preis, bevor Sie eine Firma mit dem Aufsperren beauftragen. Ist das Schloss beschädigt, verhandeln Sie mit dem Schlüsseldienst auch über die Kosten für ein neues Schloss samt Einbau.

  • Der Hinweis, dass man auch bei anderen Schlüsseldiensten anfragt, hilft oft, den Preis zu senken.

  • Fragen Sie unbedingt auch nach den Kosten für die Anfahrt. Auch da gibt es oft großen
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