Winterreifen im Preisvergleich

Wer heuer noch neue Winterreifen braucht, muss sich sputen. Denn ab 1. November gilt in Österreich Winterreifen-Pflicht. Die jüngste Erhebung der AK Burgenland ermöglicht einen raschen Preisvergleich. Dieser kann sich auszahlen, denn die Preisunterschiede betragen bis zu 128 Prozent.

Wer ab 1. November bei winterlichen Fahrbahnverhältnissen ohne passende Bereifung angetroffen wird, muss mit einer saftigen Strafe rechnen. Im Extremfall kann diese bis zu
€ 5.000 betragen. Autofahrer sollten sich daher rechtzeitig vergewissern, ob sie neue Reifen brauchen. Ein Preisvergleich zahlt sich aus. Das zeigen die Ergebnisse der Preiserhebung der Arbeiterkammer. Sie hat bei Reifenhändlern im Burgenland die Preise für jene Reifen der Dimensionen 185/60 R14 T und 205/55 R16 H erhoben, die im Test des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) am besten abgeschnitten haben.

Bei Reifen der Dimension 205/55 R16 H ist die Preisdifferenz mit bis zu 128% deutlich größer als bei Reifen der Dimension 185/60 R14 T (41,2%).

Den größten Preisunterschied gab es auch heuer bei einem Winterreifen der Marke Michelin. Der Primacy Alpin PA 3 der Dimension 205/55 R16 H kostet zwischen € 62 und € 141,34. (Preisdifferenz 128%). Bei Winterreifen der Dimension 185/60 R14 T beträgt der Preisunterschied bis zu 41,2%.

Groß sind die Preisunterschiede auch betreffend Montage, Wuchten und Radwechsel. Sie betragen bis zu 73,7%.

Nur jeder 2. Händler nahm an der Erhebung teil.

Die AK hat 27 Reifenhändler eingeladen, sich an der Erhebung zu beteiligen. 14 waren bereit, ihre Preise bekannt zu geben. Im Vorjahr waren es noch 20. Während manche Händler bereitwillig an der Erhebung teilnahmen, reagierten andere nur widerwillig und nach mehrmaligem Nachfragen. Jeder 2. Händler verweigerte die Preisauskunft.

Offen ist, welche Rolle hier die Empfehlung des Verbandes der Österreichischen Reifen­spezialisten (VRÖ), sich an den Preiserhebungen der Arbeiterkammern nicht zu beteiligen, gespielt hat. „Wir weisen die Behauptung, die Daten seien fragwürdig, da sie von Laien erhoben werden, zurück“, meint Eva Schreiber von der Konsumentenberatung der AK Burgenland. „Die Erhebungsblätter sind übersichtlich gestaltet und werden von den Firmen selbst ausgefüllt.“ Bemerkenswert sei der Hinweis des VRÖ, dass „einzelne Befragte immer wieder Reifenpreise (nennen), die in der Praxis niemals verrechnet werden.“ „Hier sollte sich der VRÖ mit seiner Kritik wohl an die betreffenden Händler wenden“, meint Schreiber.

Tipps für den Reifenkauf

  • Reifen chinesischer Hersteller schnitten beim VKI-Test besonders schlecht ab. Generell konnten no-name Reifen nicht überzeugen.

  • Vergleichen Sie nicht nur die Reifenpreise, sondern beachten Sie auch die Kosten für Montage, Wuchten und den Radwechsel! Hier zahlt man für 4 Räder bei Stahlfelgen zwischen € 32 und € 55,58, bei Alufelgen zwischen € 40 und € 56.

  • Wenn jemand beim Reifenkauf sparen will, kann er überlegen, eine schmälere Dimension zu wählen, als werksseitig montiert ist. Welche Dimension erlaubt ist, ist im Typenschein ersichtlich.+
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